14.09.2016 / Wir haben es gewagt

Sao Martinho do Porto ist eine Sichelbucht ohne Marina, wird von Seglern kaum angefahren und auch nicht ganz einfach von der Ansteuerung. Man muss dazu sagen, dass Ninas Freund die Portugiesische Küste ganz gut kennt und wir somit etwas mutiger waren also zuvor. Die Einfahrt in die Bucht ist zwar groß aber sehr flach und nur an einer Stelle zu befahren. Im Revierführer sind die Wegpunkte für die Einfahrt aber genau beschrieben und wir hatten, trotz ganz schön hoher Welle, keine Probleme hinein zu fahren. In der Bucht mussten wir dann fest stellen, dass kein einziges Segelboot zu sehen war, kleine Fischerboote so weit das Auge reicht und nur ein einziges Großes.

Nun denn, zwei Muringbojen waren noch frei eine ohne Namen eine von Rjuan. Ich bin dann langsam an die namenlose Boje ran und Nina und ihr Freund haben sie sich geschnappt. Nicht ganz einfach, denn da die Bucht sehr offen ist können die Wellen ungehindert einlaufen und die Strömung ist nicht zu verachten. Nachdem Arethusa fest war, wir soweit alles aufgeräumt hatten sind Janina und ihr Freund auf zum Landgang was essen. Rund um die Bucht gab es ein paar Geschäfte und Lokale, alles sehr gemütlich. Ich bin mit Lestat an Bord geblieben, ganz ehrlich, es wurde schon dunkel und ich wollte mein Boot nicht alleine lassen, was Arethusa aber nicht daran hinderte sich trotzdem selbstständig zu machen. Zwar nur sehr schleppend, sie hatte ja einen dicken Betonklotz am Bug hängen aber immer ein kleines Stückchen weiter…. Gut, dass ich an Bord war und von alle dem nichts mitbekommen habe. Janina und ihr Freund haben von der Kneipe aus gesehen wie sich die Position von Arethusa immer mehr verändert hat sind dann ab ins Dingi zurück an Bord gekommen. Wir haben dann doch die Boje von Rjuan genommen und haben zusätzlich noch den Anker raus. Danke Rjuan und sorry an die Namenlose Boje, war keine Absicht den Betonklotz zu verschieben. Nina und ihr Freund sind dann nochmal mit dem Dingi an den Strand um nach kurzer Zeit völlig durchnässt, zumindest Janina, zurück zu kommen.  Das Dingi wurde kurz vor dem Strand noch einmal von einer Welle erfasst und hat sich mit Janina, die noch drinnen saß, komplett überschlagen. Ja das mit dem Dingi bei Welle an den Strand ist nicht so einfach und will geübt sein.

Ich war mir nicht so sicher ob ich die Nacht ein Auge zu bekommen würde, doch mit der Ankerwache auf dem Handy, auf dem Tablet und im GPS-Gerät bin ich dann doch irgendwann eingeschlafen.

Nach zwei Tagen haben wir uns dann auf nach Cascais gemacht.

2 thoughts on “14.09.2016 / Wir haben es gewagt

  1. viele Grüße aus Varel! Wieso fahrt ihr zurück nach Cascais? Was sind denn Eure Pläne?

    1. Hallo Ihr Lieben, wir waren nur kurz da als Zwischenstation. Wir sind aktuell in Albufeira und fahren am Sonntag nach Madeira 🙂
      Liebe Grüße zurück und ein Knuddler an die Hunde.

      Janina & Petra

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